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VERLÖSCHENDES HAUS
HOUSE FADING AWAY
LA MAISON QUI DISPARAIT - MAISON FENETRES BEAUCOUP COULEURS

La Picaudière, 1962
Painted in Baden near Vienna, February 1962 - La Picaudière, March 1962
400 mm x 510 mm
Aquarell auf Packpapier mit Kreide-Polyvinyl-Grund
  • Galleria La Medusa, Rome, 1962
  • W. Schmied, Hundertwasser, Feldafing, 1964 and ed. 1973, pp. 27 (c), 45
  • Hundertwasser, Regentag - Rainy Day - Jour de pluie, Munich, 1972, pp. 28 (c, photomontage), 84
  • A. C. Fürst, Hundertwasser 1928-2000, Catalogue Raisonné, Cologne, 2002, Vol. II, pp. 437/438 (and c)
  • Kestner-Gesellschaft, Hanover, 1964, pp. 91 (c), 201
  • Museum des 20. Jahrhunderts, Vienna, 1965, p. 39 (c)
  • Musée des Beaux-Arts et de la Dentelle, Alençon, 2001, p. 42
  • HW-Die Kunst des grünen Weges, KunstHausWien, Vienna, 2011, pp. 186 (c), 214
  • B. De Coster, Kinder entdecken Hundertwasser, Horneburg, 2003 and ed. 2005, p. 41 (c) and foil (c)
  • Postcard, Buchheim Verlag, Feldafing, 1964 (repr.)
  • Postcard, Verlag Galerie Welz, Salzburg, 1968
  • Art Calendar, Buchheim Verlag, Feldafing, 1972 (May, postcard size)
  • Art Calendar 1974, Buchheim Verlag, Feldafing (April, 31,5 x 40 cm)
  • Hundertwasser Art Calendar 1988 (September, small/big size)
  • Hundertwasser Pocket Art and Pocket Art 94, B. Wörner, Rutesheim 1993
  • Hundertwasser Vertical Wall Calendar Art 2010, Wörner, Rutesheim
  • Hundertwasser span-a-year Art Calendar 2010, Wörner, Rutesheim
  • Hundertwasser Vertical Wall Calendar Art 2011, Wörner, Rutesheim
  • Hundertwasser span-a-year Art Calendar 2011, Wörner, Rutesheim
  • Hundertwasser Address book, Wörner, Rutesheim, 2011
  • Hundertwasser Notebook, Wörner, Rutesheim, 2011
  • Hundertwasser Diary 2012, Wörner, Rutesheim
  • Hundertwasser 2012 Calendar, Taschen, Cologne (and reprints)
  • Hundertwasser span-a-year Art Calendar 2014, Wörner, Rutesheim
  • Hundertwasser Vertical Wall Calendar Art 2014, Wörner, Rutesheim

Hundertwassers Kommentar zum Werk

"Das Haus ist wohl mein Lieblingsthema. Mir geht es wie Egon Schiele, dem Maler, den ich so liebe und der so gerne Häuser malte. Wenn ich ein Bild beginne und nicht weiß, was ich malen soll, dann fange ich entweder mit einer Spirale oder mit einem Haus an. Hier habe ich eine Erfindung dazugebracht: die Fenster als Wärmflasche. Die Wiener Fenster aus den sechziger Jahren haben meistens oben über dem Fenster einen Stuckaufsatz. Die Fenster sehen dadurch, wenn sie gemalt sind, wie Wärmflaschen aus. Ich habe mich damals schon mit Architektur beschäftigt; ich hätte es am liebsten, wenn die Häuser nicht alle gleich wären, wenn vielmehr die Fenster verschiedene Größen hätten - so wie afrikanische Häuser. Was ich nicht bauen kann, das male ich natürlich. Dabei bin ich bestrebt, daß die Fenster nicht nur verschiedene Größen haben und auf verschiedenen Höhen liegen, sondern auch verschiedene Hauben haben. Natürlich darf es nicht chaotisch aussehen, es sollen richtige Stockwerke sein und Fenster übereinander und untereinander. Aber das Ganze soll eben menschlich sein. - Die grüne Farbe ist mir die liebste. Warum soll ein Haus nicht grün sein? Wenn der Wald langsam verschwinden würde, weil die Städte größer werden, würden dann wenigstens die Häuser grün sein. Ich kann mir Grün für ein Haus gut vorstellen - grüne Keramikziegel zum Beispiel. Da unten im Bild ist eine Spirale als Wolke. Wolken sind für mich Spiralen. Alles kann Spirale sein: Brillen, Wolken - alles kann in Form der Spirale auftreten. Ich glaube, das Haus hier brennt. Ich bin zwar nicht ganz sicher. Ich habe es gern, wenn Häuser brennen. (aus: Hundertwasser, Buchheim Verlag, Feldafing 1964 und Ausg. 1973, S. 26)"