SS Bauta, near Söderhamm, 1956
Watercolour on white wrapping paper
Aquarell auf weißem Packpapier
340 mm x 500 mm
On board the Bauta, port of Stugsund near Söderhamm, September 1956
Collection: Private collection Vienna
Hundertwassers Kommentar zum Werk:
Ich war mit Hans Neuffer Deckboy auf einem estnischen Frachter unter Liberianischer Flagge, und die Seeleute glaubten, Goebbels hätte die Macht übernommen und daß der Krieg weitergeht. Sie soffen zwanzig Flaschen Bier auf einmal. Und sie wurden violett und das Bier rann durch die Haut. Dann gingen sie mit Eisenstangen auf mich los und ich mußte mich verstecken: "There is no fucking doctor on this fucking ship to cure the fucking wounds"... Seltsamerweise mußten wir als Seeleute Heidelbeeren sammeln gehen in die schwedischen Wälder. (aus: Katalog Museum Ludwig, Köln 1980, S. 196 und 198) Alles hatte den Zusatz "fucking". Neuffer hat, als er Dienst hatte, das Eßbesteck, samt Gabel, Löffel, Teller, immer mit dem Abwaschwasser über Bord geschüttet, anstatt es zu waschen. Oft mußte ich in den Häfen die blau besoffenen Seeleute an Bord ziehen. Sie wurden einfach am Kai vor dem Schiff aus Autos und Taxis geworfen. Obwohl ich körperlich schwach war, war ich ein guter Seemann. (aus: Hundertwasser 1928-2000, Catalogue Raisonné, Bd. 2, Taschen, Köln 2002, S. 319)
 
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