Ein Leitfaden zu den Themen, Ideen und Idealen, Texten und Werken Hundertwassers unter Bezugnahme auf die fünf Häute.


Der Kunsttheoretiker Pierre Restany schreibt in seinem Buch Die Macht der Kunst, Hundertwasser, Der Maler-König mit den fünf Häuten:

Für Hundertwasser hat der Mensch drei Häute: seine natürliche Haut, sein Kleidung, sein Haus. Als der Künstler 1967/68 seine Nacktreden hält, um das Recht des Menschen auf seine dritte Haut geltend zu machen (die freie Mitgestaltung seines Haus), bringt er den Verlauf der Spirale zum rituellen Abschluss.
Er findet seine erste Haut wieder, die Haut seiner ursprünglichen Wahrheit, seine Nacktheit als Mensch und Maler, indem er die zweite Haut (seine Kleidung) abstreift, um sein Recht auf die dritte Haut (sein Haus) zu proklamieren.

Danach, seit 1972, als sich die große ideologische Wendung abzeichnet, wird sich die Spirale der großen Themen, mit denen sich Hundertwasser beschäftigt, weiter entwickeln. Seine Sensibilität für das Dasein wird durch neue Fragestellungen bereichert, die neue Antworten fordern und neues Engagement auslösen. Damit kommen neue Häute zur konzentrischen Einhüllung der drei erstgenannten hinzu. Die vierte Haut des Menschen ist sein soziales Umfeld (von der Familie bis zur Nation über die Wahlverwandtschaften des Freundeskreises). Die fünfte Haut ist die globale. Auf sie wirkt unmittelbar das Schicksal der Biosphäre, die Qualität der Luft, die wir atmen, der Zustand der Erdkruste, die uns beherbergt und ernährt.

Ein Mausklick auf das Piktogramm der fünf Häute führt zum Universum der 5 Häute.