Lebenslauf – Eine Auswahl


1928 1929 1934 1936 1938 1943 1948 1949 1950 1951 1952 1953 1954
1955 1956 1957 1957-1960 1958 1960 1961 1962 1963 1964 1965 1966
1967 1968 1968-1972 1969 1969-1971 1970-1972 1971 1972 1973 1974
1975 1976 1977 1978 1979 1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987
1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000

1928 Am 15. Dezember in Wien geboren als Friedrich Stowasser.
 
1929 Tod des Vaters, technischer Beamter und Offizier im 1. Weltkrieg.
1934 Erste Jugendzeichnungen.
1936 Ein Jahr Besuch der Montessori Schule in Wien.
Im Zeugnis wird der außergewöhnliche Farben- und Formensinn betont.
1938 Nach dem Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich Zwangsübersiedlung in die Obere Donaustraße zu Tante und Großmutter.
1943 Erste bewusste Buntstiftzeichnungen nach der Natur. In diesem Jahr werden 69 jüdische Familienangehörige mütterlicher­seits deportiert und getötet, auch Tante und Großmutter.
1948 Matura. Verbringt drei Monate an der Akademie der Bildenden Künste bei Prof. Robin Christian Andersen. Eine Walter Kampma­nn-Ausstellung in der Albertina und Schiele-Ausstellungen hinterlassen nachhaltigen Eindruck.
Vortrag auf Schloss Leopoldskron: Everybody must be creative.
1949 Beginnt ausgedehnte Reisen: Norditalien, Toskana, Rom, Neapel, Sizilien. In Florenz trifft er René Brô und folgt ihm nach Paris.
Entwickelt eigenen Stil.
Nimmt den Namen Hundertwasser an.
1950 Aufenthalt in Paris bei Brô und Familie Dumage. Malt gemeinsam mit Brô zwei Wand­bilder in Saint Mandé. Verlässt die Ecole des Beaux Arts am ersten Tag. Begegnung mit Shinkichi Tajiri.
1951 Verbringt Winter und Frühjahr in Marokko und Tunesien. Wird Mitglied des Art Club Wien.
1952 Erste Ausstellung im Art Club Wien.
Kurze dekorativ-abstrakte Periode.
1953 Malt die erste Spirale.
Zweiter Aufenthalt in Paris. Arbeitet in Brôs Studio in St. Maurice.
Zweite Ausstellung im Art Club Wien.
1954 Erste Ausstellung in Paris bei Paul Facchetti.
Verbringt September und Oktober im Spital Santo Spirito in Rom mit Gelbsucht, malt viele Aquarelle. Entwickelt die Theo­rie des Trans­automatismus und beginnt seine Bilder zu nummerieren.
1955 Ausstellung bei Carlo Cardazzo, Galleria del Naviglio, Mailand.
1956 Zweite Ausstellung bei Facchetti, Paris.
Im Sommer segelt er als Matrose zusammen mit Hans Neuffer auf der S/S Bauta von Söderham nach Hull.
Veröffentlicht den Text La visibilité de la création transautomatique in Cimaises und Cinéma individuel transautomatique in Phases in Paris. Freundschaft mit dem Sammler Siegfried Poppe.
1957 Kauft La Picaudière, einen Bauernhof in der Normandie.  Veröffentlicht die Grammatik des Sehens in Paris. Ausstellung in der Galerie St. Stephan, Wien.
1957-1960 Vertrag und Ausstellung Galerie H. Kamer, Paris.
1958 Hochzeit in Gibraltar (Scheidung 1960).Verliest das Verschimmelungsmanifest gegen den Rationalismus in der Archi­tektur anlässlich eines Kongresses im Kloster Seckau am 4. Juli.
1959 Erhält Sanbra-Preis bei der V. Biennale São Paulo.
Im September Gründung des Pintorarium – eine universelle Akademie aller kreativen Richtungen – mit Ernst Fuchs und Arnulf Rainer.
Als Gastdozent an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg zieht er die Endlose Linie mit Bazon Brock und HA Schult.
Nach Skandal Rücklegung der Dozentur.
1960 Im Jänner Brennessel-Aktion in Paris im Zusammenhang mit Alain Jouffroys Anti­procès - ..wie man unabhängig leben kann.
Ausstellung in der Galerie Raymond Cordier, Paris.
1961 Aufenthalt in Japan. Erhält den Mainichi Preis bei der 6. Internationalen Kunst Ausstellung, Tokio.Hat großen Erfolg bei einer Ausstellung in der Tokyo Gallery.
Er malt in Hokkaido und kommt über Sibirien nach Wien zurück.
1962 Heiratet Yuko Ikewada (Scheidung 1966).
Malt in einem Studio auf der Giudecca, Venedig.
Großer Erfolg einer Retrospektive bei der Biennale in Venedig, im österreichischen Pavillon, eingerichtet von Vinzenz Ludwig Oberhammer.
1963 Reise nach Griechenland.
Betreuung durch Siegfried Adler.
1964 Klettertour in den Tiroler Alpen.
Große Retrospektive in der Kestner-Gesell­schaft, Hannover, organisiert von Wieland Schmied. Als Wanderausstellung gezeigt in Amsterd­am, Bern, Hagen, Stockholm, Wien. Die Kestner-Gesell­schaft veröffentlicht den ersten Oeuvre Katalog.
1965 Essay 35 Days in Sweden. Großer Erfolg mit der Wanderausstellung im Moderna Museet, Stockholm.
1966 Unglückliche Liebe. Ferry Radax dreht den ersten Dokumentarfilm über Hundertwa­sser in La Picaudière und im Wald­vier­tel.
Ausstellung bei Hammerlund, Oslo.
1967 Bereist Uganda und den Sudan.
Wanderausstellung in Galerien in Paris, London, Genf, Berlin.
Nacktrede in der Galerie Hartmann, München, für das Anrecht auf die Dritte Haut.
1968 Zweite Nacktrede und Verlesung des Architektur-Boykott-Manifests Los von Loos in Wien.
Bereist Nordkalifornien. Bereitet großen Katalog vor, an der University of California, Berkeley, für  eine Museumsausstellung, organisiert von Herschel Chipp. Segelt mit dem alten Holzschiff San Giuseppe T von Sizilien nach Venedig.
1968-1972 Umbau dieses Schiffes zur Regentag in Werften in der Lagune von Venedig.
1969 Museumsausstellung in Berkeley, Santa Barbara, Houston, Chicago, New York, Washington.
1969-1971 Graphik 686 Good Morning City - Bleeding Town in 120 Farbvariationen, gefolgt von einem fünf Jahre dauernden Prozess mit dem Verleger in München.
Vertreten durch Hans Brockstedt.
Lebt und arbeitet an Bord der Regentag in der Lagune von Venedig.
1970-1972 Zusammenarbeit mit Peter Schamoni für den Film Hundertwassers Regentag.
Arbeit an der Graphikmappe Regentag bei Dietz Offizin in Lengmoos, Bayern.
1971 Arbeit am Olympia Poster für München in Lengmoos.
Schiffsreise mit der Regentag entlang der Küste Dalmatiens mit Peter Schamoni und Manfred Bockelmann und Ballonfahrt mit den beiden von Bayern nach Österreich.
1972 Freundschaft mit Joram Harel.
Demonstriert in der TV Sendung Wünsch dir was für Dachbewaldung und indivi­duelle Fassadengestaltung. Veröffentlicht Manifest Dein Fensterrecht – Deine Baumpflicht.
Präsentation des Regentag-Films in Cannes.

Seereise mit der Regentag nach Elba.
Tod der Mutter.
1973 Erste Mappe mit Japanischen Holzschnitten: Nana Hyaku Mizu. Hundertwasser ist der erste europäische Maler, dessen Werke von japanischen Meistern geschnitzt werden.
Reise auf die Kapverdischen Inseln und nach Neuseeland zur Museums-Wanderausstellung, organisiert von Hertha Dabbert, die in  Auck­land, New Plymouth, Welling­ton, Palmer­ston, Christchurch und Dunedin gezeigt wird.
Teilnahme an der Triennale di Milano, wo ca. 15 Baummieter durch Fenster in der Via Manzoni gepflanzt werden.
Veröffentlicht das Manifest Inquilino Albero.
Ausstellung bei Aberbach Fine Art, New York.
1974 Wanderausstellung durch Museen in Australien: Melbourne, Canberra, Sydney, Mornington.
Ausstellung Stowasser 1943 – Hundert­wasser 1974 in der Graphischen Sammlung Albertina, Wien, mit dem gesamten graphischen Werk sowie der Ausstellung des gesamten Jugendwerks Friedrich Stowasser 1943-1949.
Malt Conservation Week Poster für Neuseeland und erhält den Conservation Award.
Präsentiert mit Architekt Gustav Peichl sein Konzept für die Fußgeherzone in der Wiener Seilergasse, das abgelehnt wird.
Segelt mit der Regentag nach Tunis, Zypern und Israel.
Ausstellung in der Galerie Facchetti, Paris.
1975 Erscheinen der zweiten japanischen Holzschnittmappe Midori No Namida.
Retrospektiv-Ausstellung im Haus der Kunst, München.
Veröffentlicht das Manifest Humus Toilette in München.
Entwirft Briefmarke für Österreich, Spiralbaum, gestochen von Wolfgang Seidel und initiert die Briefmarkenserie Moderne Kunst in Österreich.

Beginn der Welt-Wanderausstellung im Musée d'art moderne de la Ville de Paris, die bis 1983 in 27 Ländern und 43 Museen gezeigt wird. In diesem Jahr fortgesetzt in Luxembourg, Marseille, Kairo.
In Jugoslawien beginnt die Weltwanderausstellung seines ge­samten graphischen Oeuvres, die bis 1992 in 15 Ländern und über 80 Museen und Galerien gezeigt wird.
In diesem Jahr fortgesetzt in den USA: New York und Boston.
Überquert mit der Regentag den Atlantik und segelt über die Karibik und den Panama-Kanal in den Pazifik.
1976 Segelt mit der Regentag von Tahiti über Rarotonga nach Neuseeland.
Weltwanderausstellung: Tel Aviv, Warschau, Reykjavik Kopenhagen, Dakar.
Graphik-Ausstellung in den USA: Hannover, Brooklyn, Maryland.
1977 Nach zwei Unfällen zwei Monate im Kawakawa Hospital in Neuseeland.
Reist von Asien nach Südamerika. Befährt im offenen Boot von Manaus den Rio Negro und Rio Branco.
Rede vor den Premières Rencontres Européennes du Cadre de Vie in der UNESCO in Paris im Dezember.
Weltwanderausstellung: Tokio, Hong Kong, Kapstadt, Pretoria, Rio de Janeiro, Brasilia, São Paulo, Caracas.
1978 Verbringt die Wintermonate im Waldviertel im Schnee mit seinem Freund Brô und malt sieben Bilder.
Beendet mit Alberto della Vecchia nach sechsjähriger Entwicklung das
3-D-Objekt 780 Fall in Cloud – Fall in Fog – Fall out.
Entwirft in Venedig die Friedensfahne für das Heilige Land mit grünem arabischen Halbmond und blauem Davidstern auf weißem Untergrund. Veröffentlicht sein Friedensmanifest.
Reist als Gast von Präsident Léopold Sédar Senghor nach Senegal.
Weltwanderausstellung: Mexico City, Montreal, Toronto, Brüssel, Budapest. Albertina-Graphik-Ausstellung in Kanada, Deutschland, Marokko.
1979 Reist nach New York, San Francisco, Tahiti, Neuseeland.
Friedensfahne und Manifest werden vom österreichischen Bundeskanzler Bruno Kreisky an Staats­oberhäupter des Nahen Ostens gesandt.
Die Österreichische Staatsdruckerei druckt drei Briefmarken für die Republik Senegal und eine für die Republik der Kapverdischen Inseln nach seinen  Entwürfen.
Schafft fünf Münzobjekte: So etwas wie Eintrittsgeld ins Paradies.
Verlesung des Manifests Die Scheißkultur – die heilige Scheiße in Pfäffikon am Zürcher See.
Entwirft das Buch Ao Tea Roa, herausgegeben von Hans Brockstedt, erschienen im Albrecht Knaus Verlag, Hamburg.
Verbringt den Sommer malend in Algajola auf Korsika.
Weltwanderausstellung: Madrid, Pfäffikon.
Albertina-Graphik-Ausstellung in Portugal, Spanien, Deutschland, Italien und Großbritannien.
Beginn der Wanderausstellung Hundert­was­ser Is Painting mit 40 Werken bei Aberbach Fine Art, New York.
1980 Zu Beginn des Jahres Reise nach Qatar, Sri Lanka, Malediven, Neuseeland.
Präsentation von 5 Modellent­würfen für das Haus Löwengasse/Kegelga­sse im Auftrag der Stadt Wien.
Hundertwasser Day in Washington, D.C. am 18. November, proklamiert von Bürgermeister Marion Barry, Jr., Washington, D.C.
Pflanzung der ersten 12 von 100 Bäumen auf dem Judiciary Square, Washington, D.C. sowie Übergabe des Anti-Atom Posters Plant Trees – Avert Nuclear Peril an Ralph Nader sowie des Umwelt-Posters Arche Noah 2000 für Deutschland.
Spricht über Ökologie, gegen Kernkraft und für eine natur- und menschen­gerechtere Architektur im U.S.-Senat, im Corcoran Museum, in der Philipps Collecti­on, alle Washington; anlässlich des 2. Europäischen Symposiums über Ökologie in Berlin, in den Tech­nischen Universitäten Wien und Oslo.
Verbringt den Sommer malend auf der Insel Porquerolles.
Weltwanderausstellung: Rom, Mailand, Oslo, Köln.
Albertina-Graphik-Ausstellung in Frankreich, Deutschland, USA.
Wanderausstellung Hundertwasser Is Painting: Tokio, Hamburg, Oslo.
1981 Zu Jahresbeginn Reise mit Brô nach Indien, Nepal, Neuseeland.
Am 14. Mai Verleihung des Großen Österreichischen Staatspreises 1980 und Rede gegen die Kernkraft und über Die falsche Kunst.
Österreichischer Naturschutzpreis.
Malt im Sommer am Wolfgangsee.
Vorlesungen über Umwelt, Architektur und Kunst in Köln, München, Frankfurt, Graz, Wien, Ost-Berlin, Hamburg.
Weltwanderausstellung: Wien, Graz, Ost-Berlin, Helsinki, Bukarest.

Albertina-Graphik-Ausstellung: Frankreich, Südamerika, USA und Deutschland.
Wanderausstellung Hundertwasser Is Painting: Wien, Galerie Würthle.
Berufung zum Leiter der Meisterschule für Malerei an die Akademie der Bil­den­den Künste, Wien. Verfaßt Richt­linien für die Meisterschule Hundertwasser.
1982 Beendet 16 Werke in Neuseeland und in Venedig.

Reist nach Chiang Mai und nach Sardinien.
Gestaltet als Architekturdoktor die Fassade der Rosenthal-Fabrik in Selb um.
Entwirft Umgestaltungsmodell der Kohlen­wäsche im Hamm, Westfalen, und Zungenbärte aus Keramik für das Rupertinum, Salzburg.
Plakat Künstler für den Frieden.
Umweltschutzreden in Sydney, Manila, Seattle, San Francisco, Washing­ton D.C.
Hundertwasser Woche in San Francisco vom 5. bis 12. Dezember, proklamiert durch Dianne Feinstein, Bürgermeisterin der Stadt San Francisco, anläßlich der Übergabe der zwei Plakate Save the Whales und Save the Seas an Greenpeace und die Jacques Cousteau Gesell­schaft.

Übergabe des Plakates You Are a Guest of Nature an das Centre of Environ­mental Education, Washington D.C.
Reist nach Tahiti und Neuseeland.
Weltwanderausstellung: Sofia.
Albertina-Graphik-Ausstellung in Frankreich, Deutschland, Südamerika, USA und Australien.
Ausstellung bei Artcurial in Paris mit 20 neuen und 20 früheren Werken. Katalog mit Texten von Hundertwasser, Pieyre de Mandiargues, Alain Jouffroy.
1983

Entwirft sechs Briefmarken für die Vereinten Nationen, je 2 für New York, Genf und Wien, gestochen von Wolfgang Seidel.
Gründet ein Bürgerkomitee zur Erhaltung des alten Postgebäudes in Kawakawa, Neuseeland.
Grundsteinlegung des Hundertwasser-Hauses in Wien.
Arbeitet in Spinea an der Graphik  860  Homo Humus How Do You Do in 10002 verschiedenen Versionen.
Umgestaltung der Fassade eines Silos im Hafen von Krems.
Schafft das Freiluftmodell Hochwiesenhaus auf der IGA in München.
Arbeitet am Buch Schöne Wege, Gedanken über Kunst und Leben.
Entwirft eine Fahne für Neuseeland, das Koru – Entrollender Farn.
Postergestaltung und Baumpflanzung vor der Akershus Festung im Zentrum Oslos im Zuge der Kampagne „Acid Precipitation – effects on forests and fish“ in Zusammenarbeit mit dem Norwegischen Umweltministerium und dem Norwegischer Naturschutzverband.

Reist nach Kenia, zu den Seychellen und nach Neuseeland.
Weltwanderausstellung in England und Schottland.
Vortrag im Royal College of Art, London

1984 Lebt in Neuseeland, Tahiti, Venedig und in der Normandie.
TV Sendung Der Fall der Avantgarde in München mit Arik Brauer, Ernst Fuchs und Alfred Hrdlicka.
Erhält den Umweltschutzpreis der Stadt Goslar.
Dachgleichenfeier des Hundertwasser-Hauses in Wien. Arbeitet auf der Baustelle.
Erhält den Preis für die schönste Brie­f­marke von Präsident Pertini, Italien, für die sFr-1,20-Marke für die UNO, Genf.
Ausstellung in der Schweiz.
Nimmt aktiv an den Aktionen zur Rettung der Hainburger Au teil. Campiert eine Woche in der Au. Gestaltet das Plakat Hainburg – Die freie Natur ist unsere Freiheit und protestiert mit dem Zerreißen des Österreichischen Staatspreises.
1985 1985         Beginn der Zusammenarbeit mit Architekt Peter Pelikan. Arbeitet das ganze Jahr auf der Bau­stelle des Hundertwasser-Hauses in Wien.
Nominierung zum Officier dans l'ordre des Arts et des Lettres durch den französischen Kulturminister Jack Lang.
Ende des Jahres Rückreise nach Neusee­land. Graphik-Ausstellung im Musée Gauguin in Tahiti.
1986 Am 17. Februar wird das Hundertwasser­-Haus den Mietern übergeben, 70.000 Besucher am Tag der offenen Tür.
1.000 grüne Koru-Fahnen wehen in Neusee­land, großes Interesse der Bevölkerung, der Presse und im Parlament.
Entwirft Uluru - Down Under Flag für Australien.
Rückkehr aus Neuseeland über Australien, Indien und Nepal.
Weltwanderausstellung: CSSR
Ausstellungen in: Schweden, Österreich, Deutschland, Schweiz, Liechtenstein.
Arbeit an der Gestaltung der Brockhaus-Enzyklopädie.
René Brô stirbt in Paris.
1987 Im März erscheint in Österreich die Sonderbriefmarke Cept Europalia 1987, die das Hundertwasser-Haus zeigt.
Entwirft das Plakat für Luna Luna von André Heller.
Entwurf des Plakats für die Europalia und Umgestaltung des Palais des Beaux Arts in Brüssel für die Europalia.
Entwirft Neugestaltung der St. Barbara Kirche in Bärnbach, Steiermark.
Entwirft die Kindertagesstätte Heddern­heim in Frankfurt.
Weltwanderausstellung: CSSR.
1988 Malt im Wald­viertel.
Auf Einladung des Bürgermeisters und Landeshauptmannes Dr. Helmut Zilk über­nimmt er die Planung und den Entwurf zur architektonischen und künstlerischen Gestaltung des Fernwärmewerkes Spit­telau, Wien.
Reist nach Neuseeland und arbeitet nach seiner Rückkehr weiter am Bau der St.Barbar­a Kirche in Bärnbach.
Schafft Farbradierung  899  Bärnbacher Andacht als Beitrag zur Finanzierung der Kirchenrenovierung.
Verfasst ein Pamphlet Das kulturelle Österreich gegen die Deportation und Zerstörung von Dörfern in Siebenbürgen, Rumänien.
Architekturausstellung in der Galerie Hilger, Frankfurt.
Leitet im Rahmen der Interna­tionalen Sommer-Akademie in Salzburg einen Lehrgang für natur- und menschengerechtere Architektur mit Efthymios Warlamis und Irenäus Eibl-Eibesfeldt.
Im September Weihe der St. Barbara Kirche in Bärnbach.
Am 20. Dezember Grundsteinlegung für die Kindertagesstätte in Heddernheim in Frankfurt.
Neugestaltung der österreichischen Autokennzeichen und Einsatz für die Bei­be­haltung der schwarzen Nummern­schil­der.
Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens der Stadt Wien und des Goldenen Ehrenzeichens des Landes Steiermark.
1989 Weiter im Einsatz zur Wahrung der österreichischen Identität in Sachen Nummerntafeln.
Die Hundertwasser-Brockhaus-Enzyklopädie erscheint im November.
Gestaltet Semi-Dako (Fliegende Drachen) für Museumsausstellung in Japan.
Baut sein Modell Hügelwiesenland für den 22. Bezirk in Wien, das in der Folge von den Anrainern aus Angst vor einem Touristenansturm abgelehnt wurde.
Architekturvortrag Die grüne Stadt in Baden in der Schweiz.
Im Dezember Abreise nach Neuseeland.
Ausstellungen in den USA, Frankreich, Deutschland, Schweiz und Österreich.
Museumsausstellung in Japan.
1990 Arbeit an Architektur-Projekten: KunstHausWien; Raststätte Bad Fischau; Agip-Tankstelle Wien; Fernwärmewerk Spittelau; In den Wiesen, Bad Soden, Deutschland; Village beim Hundertwasser-Haus, Wien;  Textilfabrik Muntlix; Winery Napa Valley, Kalifornien.
Ausstellungen in Frankreich, Österreich, Deutschland, Schweiz und Schweden.
Aufenthalt in Neuseeland im Frühling, Vorträge in Wellington, Christchurch, Dunedin, Auckland und Blenheim im Rahmen des Living Treasure Program und 30-Minuten TV Film Produktion.
1991 Fertigstellung des KunstHausWien, Eröffnung am 9. April. Abreise nach Neuseeland.
Arbeit an Architektur-Projekten:
Ortsgestaltung von Griffen, Kärnten;
Innenhof der Wohnanlage in Plochingen, Deutschland;
Thermendorf Blumau, Steiermark, dem Hundertwassers Idee vom Hügelwiesenland - Rolling Hills zugrunde liegt.
Präsentation seines Casino Austria Jetons.
Im Auftrag des Fürstentums Liechtenstein entwirft Hundertwasser eine Briefmarke und koordiniert die Briefmarkenserie Hommage au Liechtenstein. Weitere Vorlagen stammen von Jean Tinguely, Paul Wunderlich, Enrico Baj, René Brô.
1992 Entwürfe für 4 Telefon­wertkarten der öster­reichi­schen Post und Entwurf für eine Son­der­briefmarke anläß­lich der Gipfel­konferenz des Eu­roparates in Wien 1993.
Ausstellungstournee Kreative Architektur – Gleic­hnis der
Schöp­fung durch deut­sche Ein­kaufs­zentren (mit 12 Archi­tektur­model­len).
Ausstellung in Tokio: Hundertwasser ­– His Art, his Ecology, his Architectu­re.
Präsentation des Modelles der Ortsgestaltung von Griffen und Teilnahme an der Diskussionsver­anstal­tung: Die Wie­dergeburt Griffens – Braucht Kärnten ein Hun­dertwasser-Projekt?
Richtfest der Wohnanlage In den Wiesen in Bad Soden, Deutsch­land.
Fertigstellung des Modells des Thermendorfes Blumau, Steier­mark.
Pressekonferenz anlässlich der Fer­tigstellung der Gestaltung des Fernwärmewerkes Spittel­au, Wien.

In Tokio wird Hundertwassers 21st Century Clock Monument errichtet. Von Tokyo Broadca­sting Sy­stem wird eine TV-Doku­mentation über Hundert­wassers Architektur und sein ökolo­gi­sches Enga­gement ausge­strahlt.
Gastvortrag am Takasaki Arts Center College, Ja­pan.
Rückkehr nach Neuseeland.
1993 Malt in Neuseeland, arbeitet am Projekt einer Hun­dertwasser-Bibel. Gestal­tung des Einbandes des La­teinlexikons Stowasser.
Manifest und Einsatz gegen einen Beitritt Öster­reichs zur Euro­päischen Union.
Richtfest der Anlage Wohnen unterm Regen­turm in Plochingen, Deutschland.
Architektonische Umgestaltung der Krebsstation der Univer­sitätsklinik in Graz.
Projekte für Brunnen in Zwettl und Linz.
Das österreichische Fernsehen bringt anläss­lich des 65. Geburts­tages die Feier­tagsmati­nee im Thea­ter in der Jo­sef­stadt Zur Per­son.
Eine Erpressungsaffäre mit darauffolgendem Ge­richtsfall endet mit Schuldsprüchen und Gefäng­nisstrafen für die drei Angeklag­ten.
1994 Architekturausstellung in Wien, im Histori­schen Museum der Stadt Buda­pest und in Hanno­ver.
Fortsetzung der Kampagne gegen ei­nen Beitritt Österreichs zur EU.
Enthüllung des Spiralfluss-Trinkbrunnens Li­nz/­Spittelwie­se und der Brunnenanlage in Zwe­ttl.
Übergabe und Einweihung des Architekturpro­jekts Wohnen unterm Regenturm in Plo­chin­gen.
Planung von 2 Architekturprojekten für die Stadt Buda­pest.
Ausstellung bei Landau Fine Art, Mont­real, Kanada.
1995 Arbeit am Thermendorf Blumau. Ent­wurf der Um­ge­staltung des Martin-Luther-Gymnasiums in Wit­ten­berg.
Architektur-Modellausstellung in Rotterdam und Nürnberg.
Präsentation der Hundertwasser Bi­bel.
Ausgabe von drei von Hundertwasser entworfe­nen Briefmarken für Luxemburg und weiterer drei Brief­marken für die UNO anlässlich des Weltgipfels für soziale Ent­wicklung in Ko­pen­hagen.
Entwurf eines Sonderstempels anlässlich des 25. Ju­biläums des Premio Interna­zio­nale Asi­ago d'Arte Filate­li­ca.
Entwurf für die Gestaltung einer Boeing B 757, bestellt von der Condor Fluggesell­schaft, Deutsch­land, der in der Folge vom Vorstand abgelehnt wurde.
Konzept einer Erlebnisarchitektur für das Kinder­museum Kids Plaza in Osa­ka, Japan.
1996 Ausstellung im Städ­tischen Mu­seum Braun­schweig und im Schle­swig-Holstein Haus, Schw­erin.
Einweihung des von Hundertwasser für die DDSG umgestalteten Donauschiffs MS Vindo­bona in Wien.
Verleihung des Tourismuspreises 1996 der Wie­ner Wirt­schaft.
1997 Präsentation des Architekturprojektes Die Wald-Spirale von Darmstadt im Institut Mathildenhöhe, Darmstadt.
Ausstellung von Briefmarkenentwürfen im Rahmen der Philatelia in Köln.
Verleihung des Großen Preises der deutschen Berufsphilatelie.
Gestaltung der Buchumschläge der Tageschronik für den Bertelsmann Club.

Reise in die Urupukapuka Bay mit La Giudecca, einem kleinen Stahlschiff aus Venedig, das nach Neuseeland verfrachtet worden war.
Reisen nach Singapur, anschließend zur Fertigstellung der Winery im Napa Valley, Kalifornien, nach San Francisco und New York.
Einweihung der ersten Baustufe des Hügelwälderlandes (The Rolling Hills), Rogner-Bad Blumau, Hotel & Spa.
Arbeit an Entwürfen für die Architekturprojekte MOP, Osaka, Japan,  Hohe-Haine-Dresden, Deutschland, und Markthalle Altenrhein, Schweiz.
Beginn der Bauarbeiten am Martin-Luther-Gymnasium in Wittenberg.
Verleihung des großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich (postum zugestellt im März 2000).
Lebt und malt in der Picaudière, Normandie.
1998 Museums-Retrospektive im Institut Mathildenhöhe, Darmstadt. Museumsausstellungen in Japan, im Isetan Museum of Art, Tokio, Museum EKi, Kioto, Sakura City Museum of Art, Chiba.
Baustein zur Finanzierung der Umgestaltung des Martin-Luther-Gymnasiums in Wittenberg.
Verleihung des Preises für besondere Verdienste um den Tourismus an Hundertwasser und Robert Rogner durch die Vereinigung deutscher Reisejournalisten auf der ITB 1998.
Der Keramik-Fries Die Unterwassersetzung von Atlantis wird in der Orient Station der Metro in Lissabon installiert. Plakat Among Trees You Are At Home zur Unterstützung der Bewaldung der Wüste Negev in Israel.
Entwurf für die Pumping Station, Sakishima Island, und für das Sludge Center, Osaka.
Arbeitet am Siebdruck-Portfolio La Giudecca Colorata.
1999 Arbeitet an Architektur-Projekten, Die Grüne Zitadelle von Magdeburg und Ronald McDonald-Haus, Essen, Deutschland. Präsentation des Architekturprojekts Bahnhof Uelzen, Deutschland. Mitarbeit am Bau der von ihm umgestalteten Kawakawa Public Toilet, Neuseeland.
Arbeitet an der Erneuerung seines Schiffes Regentag.
Entwirft das Layout für seinen Catalogue Raisonné, bestimmt die Größen der Reproduktionen seiner Werke und entwirft die Covergestaltung des zweibändigen Katalogs.
Verfasst ein Manifest gegen Gen-Manipulation:
Creation holds©Copyright
Museumsausstellungen in Japan: Takamatsu City Museum of Art, Nagoya City Art Museum, The Hyogo Prefectural Museum of Modern Art, Kobe,
The Museum of Modern Art Saitama.
2000 Verfasst Kommentare zu vielen seiner Werke für den Catalogue Raisonné.
Arbeit an Architekturprojekten für Teneriffa und Dillingen/Saar, Deutschland. Hundertwasser stirbt an Herzversagen am Samstag, dem 19. Februar, im Pazifischen Ozean, an Bord der Queen Elizabeth 2. Er ist auf seinem Land in Neuseeland, im Garten der glücklichen Toten, in Harmonie mit der Natur unter einem Tulpenbaum begraben

ICH SCHLIESSE HALB DIE AUGEN
WIE BEIM BILDERKRIEGEN
UND SEHE DIE HÄUSER DUNKELBUNT
STATT HÄSSLICH HELL UND
GRÜNE WIESEN AUF ALLEN DÄCHERN
ANSTELLE VON BETON.

ICH FREUE MICH SCHON DARAUF,
SELBST ZU HUMUS ZU WERDEN,
BEGRABEN NACKT UND OHNE SARG
UNTER EINEM BAUM
AUF EIGENEM LAND IN AO TEA ROA.